Rechtslage

In Deutschland ist der Besitz, Erwerb, Einfuhr, Herstellung sowie der Handel und die Weitergabe von Cannabis gesetzlich verboten.

  • Der Konsum von THC-haltigen Produkten ist nicht ausdrücklich verboten. Da das Halten eines Joint’s aber als Sachherrschaft interpretiert werden kann, ist auch der Konsum auf indirektem Weg verboten.
  • Das der Umgang mit Cannabis strafbar ist, war in Deutschland aber nicht immer so.
  • Erst 1929 wurde Cannabis in Deutschland endgültig verboten.
  • Damals wurde auf der internationalen Opiumkonferenz ein Abkommen geschlossen, das Cannabis auf die Liste der „zu kontrollierenden Substanzen“ setzte.
  • Es wurde ein globales Cannabisverbot verhängt
  • Nach 1929 erhielt man Cannabis in Deutschland noch einige Zeit in Apotheken zum medizinischen Gebrauch, aber auch das verlor sich nach nur wenigen Jahren und Cannabis verschwand endgültig aus Deutschland.

Über die Gründe, warum Cannabis als gefährliche Droge eingestuft wurde, gibt es viele Theorien.

  • Die rauscheregende Wirkung ist sicher ein triftiger Grund einen Stoff als Droge einzustufen, die entscheidenden Gründe sind allerdings wirtschaftlicher Natur.
  • So gefährdete Hanf in den Jahren des Verbots die Papierindustrie, da Hanf einen deutlich besseren und umweltfreundlicheren Wirkungsgrad hat, als die herkömmliche Herstellung von Papier aus Bäumen/Holz.
  • Aber auch die Chemieindustrie wurde von Hanf als Synthetikersatz wirtschaftlich bedroht und so gab es viele einflussreiche Unternehmer, die sich für ein Verbot von Hanf stark machten.